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Im Alter von 77. Jahren ist Günther Hildebrandt, langjähriger Landesbeauftragter des THW-Landesverbandes Bremen, am 30. Juni 2010 gestorben. Hildebrandt leitete den THW-Landesverband im Zwei-Städte-Staat an der Weser von 1985 bis 1996 - dem Jahr, in dem aus organisatorischen Gründen mehrere THW-Landesverbände zusammengeschlossen wurden. Auf der Traditionswerft "Bremer Vulkan" begann der engagierte Sozialdemokrat seinen beruflichen Weg mit einer Maschinenschlosserlehre. Große Schiffe und die Sehnsucht, die Welt zu entdecken, führten ihn anschließend direkt in die Handelschifffahrt, in der er dreizehn Jahre lang zur See fuhr und das Patent des Schiffsingenieurs erwarb.
1965 heuerte Hildebrandt hauptberuflich beim THW an, wurde Geschäftsführer, anschließend Hauptsachgebietsleiter für den Einsatzbereich und dann Landesbeauftragter im kleinsten Bundesland. In seiner Dienstzeit entwickelte sich Bremen zur Drehscheibe für THW-Einsätze im Ausland. Der Einsatz in Somalia, Hilfsgütertransporte nach Russland oder auch die Flüchtlingshilfe für Ruanda liefen mit personeller, materieller und logistischer Unterstützung über die Häfen von Bremen und Bremerhaven und den Flughafen der Hansestadt. Mit großem Engagement setzte er sich für die Verbesserung der THW-Unterkünfte ein, was ihm zum Beispiel mit einem Neubau für den heutigen THW-Ortsverband Bremen-Mitte gelang. Nach Dienstschluss engagierte sich der Familienvater in der Kommunalpolitik im Landkreis Osterholz, war Mitglied des Stadtrates Osterholz-Scharmbeck, Kreistagsmitglied, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck und in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aktiv. Mit Günther Hildebrandt verliert das THW einen geradlinigen und welterfahrenen Kopf.
Text und Foto Peter Lohmann
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